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Potenziale zur Kostensenkung im Abfallbereich nutzen
(PDF, 238 KB) (Dokument-Nr.: 1519)
In Niedersachsen gibt es große Unterschiede bei den Kosten für die Entsorgung von Abfall. Der NIHK hat die Abfallgebührensatzungen bzw. Preislisten von 32 Entsorgungsträgern in Niedersachsen ausgewertet. Für die 14-tägliche Entsorgung eines 1.100-Liter-Behälters hausmüllähnlichen Gewerbeabfalls muss ein Unternehmen zwischen 608 und 3.225 Euro jährlich zahlen, je nachdem, wo sein Betrieb liegt.
„Zwar gibt es Besonderheiten in den Entsorgungsgebieten, die die Kosten beeinflussen – zum Beispiel die Einwohnerdichte oder Folgekosten aus früheren Investitionen“ betont Roland Schulz, NIHK-Sprecher für Umweltschutz, „aber dies kann nicht Preis-Unterschiede in einer Größenordnung von 500 Prozent erklären“. Der NIHK geht davon aus, dass nicht überall Potenziale zur Produktivitätssteigerung und / oder Gebührensenkung konsequent genutzt werden.
Der NIHK plädiert deshalb für mehr Wettbewerb in der Abfallentsorgung. Die Gebietskörperschaften sollten die Abfallentsorgung öffentlich ausschreiben und dann den leistungsfähigsten Anbieter mit der Entsorgung beauftragen. In diesem Zusammenhang setzt sich der NIHK für die Einführung der sogenannten Wertstofftonne ein, in der neben Verpackungsabfällen auch stoffgleiche Nichtverpackungen gesammelt werden sollen. Dadurch könnten insbesondere im Kunststoffbereich große Potenziale für das Recycling erschlossen werden. Und gleichzeitig würden die Mengen an Restmüll geringer.
Mehr zum Thema sowie zu den Handlungsempfehlungen des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK) steht im aktuellen „Fokus Niedersachsen – Kosten Abfallentsorgung“, abrufbar unter www.n-ihk.de/fokus.
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Hannover, den 7. Juli 2011
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