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NIHK ZUM FACHKRÄFTEKONZEPT DER BUNDESREGIERUNG

Deutschen Arbeitsmarkt attraktiver machen für qualifizierte Zuwanderer

Der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) begrüßt, dass sich die Bundesregierung in ihrem Konzept zur Fachkräftesicherung u. a. mit der Zuwanderung von Spezialisten aus dem Ausland beschäftigt. Wie groß der Handlungsbedarf auch in Niedersachsen sei, belegten jüngste Berechnungen des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, nach denen die Zahl der Erwerbspersonen bis zum Jahr 2030 um ca. 17 Prozent zurückgehe. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, den deutschen Arbeitsmarkt für qualifizierte Zuwanderer so attraktiv wie möglich zu machen“, betont Frank Hesse, Sprecher für Volkswirtschaft beim NIHK. So sei es ein richtiger und wichtiger Schritt, die so genannte Vorrangprüfung wenigstens für einige Ingenieurberufe und Ärzte auszusetzen. Mit diesem bürokratischen Instrument wurde bisher überprüft, ob es geeignete deutsche Bewerber oder EU-Bürger für eine offene Stelle gibt. „Es würde den Betrieben sehr helfen, wenn die Vorrangprüfung auch für weitere Mangelberufe ausgesetzt wird“, so Hesse weiter.

Nach einer bundesweiten IHK-Umfrage aus dem Jahr 2011 möchte etwa jedes achte Unternehmen mehr ausländische Fachkräfte anwerben als bislang. Steigern könne man der Zuwanderungszahlen ebenfalls durch die Absenkung der Einkommensgrenze für Hochqualifizierte von bisher 66.000 auf 40.000 €, bekräftigt NIHK-Sprecher Hesse.

Zu einem Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung müsse laut dem NIHK neben einem klaren Regelwerk zur Zuwanderung schließlich auch die Einbindung einheimischer Potenziale gehören. Erreichen könne man das durch die Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit und ein späteres Ausscheiden aus dem Arbeitsleben.

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Hannover, den 22. Juni 2011

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