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REFORM DER WASSER- UND SCHIFFFAHRTSVERWALTUNG
Niedersachsen braucht leistungsfähiges Wasserstraßennetz
Die bundeseigene Seeverkehrsprognose geht bis zum Jahr 2025 von einer Vervielfachung des Güterumschlags in den deutschen Seehäfen aus. Insbesondere das Küsten- und Transitland Niedersachsen ist somit auf eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur angewiesen, die alle drei Verkehrsträger, also Straße, Schiene und Wasser, berücksichtigt. Darum müssen die Pläne des Bundesverkehrsministeriums zu einer Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) auch das Potenzial und die Bedeutung einzelner Wasserstraßen sowie des nordwestdeutschen Gesamtnetzes besser berücksichtigen. Das fordert der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) anlässlich einer Anhörung zum vorliegenden Reformkonzept im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages an diesem Mittwoch. "Durch seine weitmaschige Struktur bietet das niedersächsische Wasserstraßennetz eine ausbaufähige Transportalternative zu den schon jetzt teilweise überlasteten Verkehrsträgern Straße und Schiene", betont Dr. Joachim Peters für den NIHK.
Der guten flächenmäßigen Erschließung widersprechen die Pläne des Bundesverkehrsministeriums, nach denen Investitionsmittel für den Ausbau und die Instandhaltung der Bundeswasserstraßen künftig nur noch nach Verkehrsaufkommen verteilt werden sollen. Diese Bewertung allein nach Tonnage passe jedoch nicht zur Zielsetzung des Nationalen Hafenkonzeptes, die Seehäfen über die Wasserstraßen besser mit den Binnenhäfen zu verknüpfen, so Peters. Der erhebliche Zuwachs im Seegüterumschlag gehe zudem mit einem Trend zu größeren Schiffen auch auf den Binnenwasserstraßen einher. Diese Entwicklung müsse bei der Gestaltung des nordwestdeutschen Wasserstraßennetzes berücksichtigt werden, betont der NIHK-Sprecher.
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Hannover, den 29. Juni 2011

