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Zahl der Existenzgründungen geht zurück
(PDF, 129 KB) (Dokument-Nr.: 1520)
Der Anteil von Unternehmensgründungen durch Frauen sei erschreckend niedrig und habe in den letzten Jahren in Niedersachsen sogar noch abgenommen – bemängelt der NIHK in seinem neuesten Fokus Niedersachsen. 2006 sind noch 35 Prozent aller Gründungen von Einzelunternehmen von Frauen vorgenommen worden, im Jahr 2010 nur noch 33 Prozent. „Damit gerade auch mehr Frauen in die Lage versetzt werden, überhaupt gründen zu können, müssen dringend die Angebote für Kinderbetreuung unternehmer- und arbeitnehmerfreundlich ausgestaltet werden. Heute fehlt vielen Interessierten schlicht die Zeit für den Schritt in die Selbstständigkeit“ – so Holger Bartsch, Sprecher für Existenzgründungspolitik des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK).
Insgesamt hängt Niedersachsen in Sachen Gründungsintensität dem Bund hinterher. So gab es bundesweit über 80 Unternehmensgründungen je 10.000 Erwerbsfähige, in Niedersachsen nur knapp unter 70. Um ein besseres Gründungsklima zu schaffen, sollte eine Kultur der Selbstständigkeit gefördert werden. Wichtig sei, das Thema „Selbstständigkeit“ schon systematisch im Bildungssystem von der Grundschule bis in die Universität zu verankern.
Dem NIHK geht es aber nicht nur um die bloße Quantität der Unternehmensgründungen. „Sorge macht uns auch die Qualität der Unternehmenskonzepte“ betont Bartsch. Es sei ein Trugschluss, zu glauben, für einen Ein-Mann-Betrieb im Dienstleistungsbereich oder in der Gastronomie sei kein kaufmännisches Geschick von Nöten. „Auch für den Erfolg dieser von Anfang an klein angelegten Unternehmen ist ein durchdachtes Unternehmerkonzept unabdingbar.“ Den Gründerinnen und Gründern selbst ist schon viel geholfen, wenn ihnen zum Beispiel vor Zahlung eines Gründungszuschusses ein durchstrukturiertes Konzept abverlangt wird.
Weitere Informationen zum Gründungsgeschehen in Niedersachsen und zu Handlungsempfehlungen enthält die aktuelle Ausgabe „ Fokus Niedersachsen “ des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK).
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19.08.2011
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