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Niedersachsens Tourismusbranche weiter auf Erfolgskurs
(PDF, 361 KB) (Dokument-Nr.: 1582)
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Probleme bei der Nutzung regionaler Produkte
Regionale Produkte findet man im niedersächsischen Gastgewerbe auf vielen Tellern: 77 Prozent der Gastwirte, die sich an der aktuellen Saisonumfrage Tourismus der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern beteiligt haben, verwenden gezielt Lebensmittel aus der Region.
Die große Mehrheit der Gastwirte hat damit einen Trend aufgegriffen, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Verwendung regionaler Produkte unterstützt die lokale Wirtschaft, schont die Umwelt und fördert die regionale Identität. Und das trifft auf Gegenliebe: Immer mehr Gäste interessieren sich dafür, wo das, was sie verzehren, eigentlich herkommt. Ob Heidekartoffel, Kohl oder Altländer Apfel, ob Wildspezialitäten, lokale Biere oder Fruchtsäfte – die Vielfalt regionaler Produkte ist groß. Projekte wie der Niedersachsenteller, der DEHOGA-Wettbewerb Regionale Küche, das Netzwerk „Regionale Esskultur“ oder die Reiseangebote der TourismusMarketing Niedersachsen (TMN) unter dem Titel „Wo ist Ihr Leibgericht?“ rücken heimische Spezialitäten in den Fokus.
Mit den Sonderfragen der Saisonumfrage haben die Niedersächsischen Industrie- und Handelskammern das Thema noch etwas genauer unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht zuerst: Die Qualität der Produkte stimmt, nur acht Prozent der Wirte berichten hier über Probleme. Anders sieht es mit den Preisen und Lieferbedingungen aus - 54 bzw. 39 Prozent beurteilen diese als problematisch. Die größte Schwierigkeit (58 Prozent) besteht darin, dass die regionalen Produkte meist nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen Die Gäste mögen eben auch im Winter Tomatensalat und Apfelkuchen im Frühjahr. Um die Gästewünsche erfüllen zu können, müssen die Gastwirte daher doch Waren aus weiterer Entfernung kaufen.
In Sachen Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Gastronomen, Landwirten und lebensmittelverarbeitenden Betrieben vor Ort steckt zudem noch Potenzial: 73 Prozent der befragten Gastwirte sind der Meinung, dass diese Vernetzung besser werden könnte, 61 Prozent wüssten gern mehr über das Angebot.
Ausgewertet wurden 785 Antworten niedersächsischer Betriebe, die Umfrage lief im Oktober 2011.
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