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EXPORTE

Exportgeschäft in Niedersachsen 2011 besser als im Bund

Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes haben die deutschen Ausfuhren im Jahr 2011 erstmals die magische Marke von einer Billion Euro überschritten. Die Ausfuhren Niedersachsens konnten dabei stärker zulegen als im Bundesdurchschnitt (Stand November 2011). Dies belegt auch die aktuelle bundesweite Umfrage „Going International“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu Erfahrungen und Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Auslandsgeschäft. Nach einer Landesauswertung durch den Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertag (NIHK) war der Anteil der Unternehmen, die ihre Exporte gesteigert haben, in Niedersachsen mit 56 Prozent deutlich höher als im Bundesschnitt (51 Prozent). Damit einher geht, dass 92 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen in Niedersachsen ihren Personalbestand hierzulande im vergangenen Jahr ausgebaut oder gehalten haben (Bund 89 Prozent). „Durch ihr Auslandsengagement leistet die regionale Wirtschaft einen wesentlichen Beitrag, Arbeitsplätze in Niedersachsen zu schaffen und zu sichern“, sagt Dr. Joachim Peters, NIHK-Sprecher International.

Auch in den kommenden fünf Jahren plant die Mehrheit der befragten Unternehmen, ihre Exportaktivitäten zu verstärken - insbesondere in Richtung der EU, gefolgt von Russland und Osteuropa sowie dem asiatischen Raum. Bei den Importen sowie dem Einkauf von Vorprodukten liegt Asien mit China nach der EU aber klar an zweiter Stelle. Auffällig: Jedes dritte niedersächsische Unternehmen will sich laut der Umfrage mittelfristig in den Regionen Nordafrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Lateinamerika stärker engagieren. Für den Bund gab dies nur rund jedes fünfte Unternehmen an.

Gefragt nach den wichtigsten Erfolgsfaktoren für ihr Auslandsgeschäft nannten die Unternehmen aus Niedersachsen wie in der Bundesumfrage einen einfachen Marktzugang, Wechselkursstabilität, stabile politische Verhältnisse sowie gut ausgebildetes Fachpersonal im Auslandsmarkt.

„Die Entwicklung unserer auslandsaktiven Unternehmen in Niedersachsen ist auf einem guten Weg“, resümiert Peters die Umfrage. Handelshemmnisse wie wechselnde Zollvorschriften, spezielle Zertifizierungsanforderungen oder umfangreiche Dokumentationspflichten würden diese positive Entwicklung allerdings gefährden. Hier sei die Politik in Bund und EU gefordert, entschlossen vorzugehen. Mit ihrer Außenwirtschaftsförderung leiste auch die Landesregierung eine wichtige Unterstützung z. B. durch die Förderung von Messen oder politisch begleitete Delegationsreisen. Notwendig sei in diesem Zusammenhang, dass die Umstrukturierung der landeseigenen Niedersachsen Global GmbH (NGlobal) zu einer reinen Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft nun schnell abgeschlossen werde, damit NGlobal für die Unternehmen in Niedersachsen wieder voll handlungsfähig sei, so Peters.

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