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Gebäudesanierung ist der Schlüssel für die Energiewende
(PDF, 132 KB) (Dokument-Nr.: 1672)
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Besitzer und Mieter von Altbauwohnungen kennen es zur Genüge, die Heizkostenabrechnungen bringen es wieder ans Licht: Unsanierte Altbauten gehören zu den größten Energieverbrauchern in Deutschland. Der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) sieht deshalb die Gebäudesanierung als Schlüssel zur Energiewende: Immerhin sei rund 75 Prozent der Energie, die bundesweit für Raumwärme und Warmwasser verbraucht werde, Immobilien zuzuschreiben, die vor 1979 gebaut wurden. 70 Prozent dieser Gebäude verfügten über keine Dämmung, 70 Prozent aller Heizungsanlagen entsprächen nicht dem Stand der Technik. Hier laste eine hohe Verantwortung auf der Immobilienwirtschaft.
„Um die gesetzten klimapolitischen Ziele zu erreichen, müssen jedoch auch die wirtschaftspolitischen Begleitmaßnahmen stimmen“, so Eckhard Lammers, NIHK-Sprecher für Raumordnung und Regionalpolitik in der aktuellen Ausgabe des „Fokus Niederachsen“. Er fordert deshalb Planungssicherheit für Investitionen in den Gebäudebestand. Eigentümer müssten Klarheit über steuerliche Anreize erhalten sowie besser informiert werden. Verbote und Fördermaßnahmen sollten weit im Voraus angekündigt und konkretisiert werden. Die Förderung energetischer Baumaßnahmen – in Niedersachsen durch KfW-Mittel, Landesmittel, den Energie- und Klimafonds, aber auch über die einzelnen Kommunen und Energieversorger – müsse konzentriert und fortgeführt werden.
Schließlich gelte es, Hemmnisse im Mietrecht auszuräumen. So müsse z. B. die Umlage von Modernisierungskosten vereinfacht und die Möglichkeit, im Falle von Sanierungsmaßnahmen die Miete zu mindern, eingeschränkt werden.
Laut NIHK hat auf den Wohn- und Immobilienmärkten die Energieeffizienz von Gebäuden zuletzt zunehmend an Bedeutung gewonnen. Ein erfreulicher Trend, der auch in Niedersachsen dazu geführt habe, dass sich ein neuer und vor allem zukunftsträchtiger Markt für Energie- und Ressourceneffizienz im Immobilienbereich entwickelt habe. Dazu zählten neben Produkten und Dienstleistungen zur Effizienzsteigerung in der Neubautätigkeit auch Angebote im Bereich der energetischen Sanierung des Baubestandes. „Im Jahr 2010 lag das Marktvolumen deutschlandweit bereits bei ca. 40 Milliarden Euro“ betont NIHK-Experte Lammers. Die Tendenz sei steigend.
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