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AUSBILDUNGSREKORDJAHR 2008
Ausbildungspakt erfolgreich wie nie zuvor
Die niedersächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) verzeichnen für 2008 mit 32.439 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Rekordstand seit der Wiedervereinigung. Dies sind noch einmal 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast 6000 dieser Plätze und gut 1900 Unternehmen, die erstmals ausbilden, haben die Ausbildungsexperten der IHKs selbst eingeworben und damit das Ziel des Ausbildungspaktes weit übertroffen. Dr. Karl Harms, Vorsitzender des NIHK: „Mein Dank gilt den Unternehmen, den Organisationen und vor allem den Menschen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Trotz schwieriger werdender wirtschaftlicher Lage in der zweiten Jahreshälfte und rückläufiger Schulabgängerzahlen ist die Ausbildungsleistung noch einmal gesteigert worden.“
Für die Unternehmen hat die Entwicklung am Lehrstellenmarkt dazu geführt, dass die Herausforderung, ihre Stellen zu besetzen, größer geworden ist. Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK) unter 1800 Ausbildungsunternehmen zeigen, dass gut 11 Prozent der in Niedersachsen angebotenen Ausbildungsplätze bis September nicht besetzt werden konnten. Dies entspreche einer Lücke von rund 3500 Bewerbern. Nach den Gründen für die Nichtbesetzung gefragt, gaben 53 Prozent der antwortenden Betriebe an, keine geeigneten Bewerber gefunden zu haben. 2007 lag dieser Wert noch bei rund 40 Prozent.
Besonders viele offene Ausbildungsplätze waren nach Analyse des NIHK im Handel, in der Gastronomie sowie der Metall- und Elektroindustrie zu verzeichnen. So konnten im Handel rund 20 Prozent der Unternehmen ihre Lehrstellen zumindest zum Teil nicht besetzen. Es folgen das Gastgewerbe und die Metall- und Elektroindustrie mit gut 15 Prozent bzw. knapp 13 Prozent.
Für das Jahr 2009 erwartet der NIHK trotz der wirtschaftlichen Lage und der weiterhin rückläufigen Schulabgängerzahlen eine konstante Ausbildungsbereitschaft. Dass es, wie von manchen befürchtet, zu dramatischen Einbrüchen kommt, sieht der NIHK nicht. „Die Wirtschaft wird angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels weiter auf hohem Niveau ausbilden“, ist sich NIHK-Vorsitzender Dr. Harms sicher.
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Hannover, den 22. Januar 2009

