. .
Illustration

WEITERBILDUNGSUMFRAGE

Weiterbildungsbedarf nimmt zu

Bei Niedersachsens Unternehmen gewinnt Weiterbildung immer mehr an Bedeutung: Über 30 Prozent der Betriebe wollen ihre Aktivitäten in den nächsten zwei Jahren verstärken. Nur vier Prozent erwarten einen Rückgang. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK), das zum Auftakt der „Woche der Weiterbildung“ am Montag [19.10.] in Hannover veröffentlicht wurde. Mehr als 1.300 Unternehmen der IHKs in Emden, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Stade hatten sich beteiligt.

„Viele Betriebe erkennen den aufkommenden Fachkräftemangel und steuern mit verstärkter Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter gegen“, sagt Dr. Dirk Lüerßen, NIHK-Sprecher für Weiterbildung. Allerdings würde nicht einmal jedes zweite Unternehmen die demographische Entwicklung bei der Personalentwicklung berücksichtigen. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage ging der Anteil sogar von 48 auf 44 Prozent zurück. „Die Krise hat dieses Thema sicherlich bei vielen in den Hintergrund rücken lassen, obwohl der Fachkräftemangel unaufhaltsam auf uns zu kommt“, so Lüerßen.

Aus aktuellem Anlass wurden die Betriebe auch zur Qualifizierung während möglicher Kurzarbeit befragt. Überraschendes Ergebnis: Von rund 250 Betrieben, die während der Kurzarbeit ihre Mitarbeiter zu Weiterbildungsmaßnahmen schickten, nutzte nur ungefähr jeder Dritte die Förderung der Agentur für Arbeit. „Die Unternehmen wollen passgenaue Weiterbildungsangebote ohne große Bürokratie. Die notwendige Zertifizierung der Anbieter und einzelner Maßnahmen scheint also eine flächendeckende Förderung verhindert zu haben“, glaubt NIHK-Sprecher Lüerßen.

Auch grundsätzlich spielt die Zertifizierung (z. B. nach DIN ISO) bei den Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Auf die Frage nach den Auswahlkriterien externer Bildungsanbieter hielten 65 Prozent dieses für unwichtig oder weniger wichtig. Entscheidend sind für die Betriebe die Fachkompetenz der Trainer (für 96 % wichtig oder sehr wichtig), Praxisnähe des Angebotes (93 %) und eine gute Beratungsqualität (90 %).

Besonders starker Weiterbildungsbedarf wird von den niedersächsischen Betrieben bei folgenden Themen gesehen: Marketing/Verkauf (53 % antworteten „zunehmend oder stark zunehmend“), Qualitätsmanagement (50 %) und Mitarbeiterführung (44 %). Geringes Interesse besteht hingegen bei den Bereichen Immobilien (30 % „abnehmend“), Außenwirtschaft (21 %) und Assistenz/Sekretariat (18 %).
***

Hannover, den 19. Oktober 2009


Bewertung abgeben

rate-0.0 0.0 (Durchschnittliche Bewertung von 0 Besuchern)

 
 

DOKUMENT-NR. 1481

  • ANSPRECHPARTNER

  • Telefon: 04921 8901-40
  • Fax: 04921 890192-32

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • DIHK-PRESSEMELDUNGEN

08.05.2012

DIHK tritt dem Bündnis für das deutsche Recht bei

Experten und Unternehmer diskutieren heute Abend in Berlin mit der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über die Vorteile des deutschen Rechts bei Auslandsgeschäften.

08.05.2012

"Der Ausbildungsmarkt wandelt sich grundlegend"

Auf dem Lehrstellenmarkt verschieben sich Angebot und Nachfrage. Dass die Jugendlichen hiervon sowohl im Bewerbungsverfahren als auch später bei der Übernahme profitieren, zeigt die Ausbildungsumfrage 2012 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

03.05.2012

Ausbilden und Fachkräftenachwuchs sichern!

Am kommenden Montag ist Tag des Ausbildungsplatzes. Die Partner im "Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland" nehmen den Termin zum Anlass für einen Appell an Arbeitgeber und Jugendliche.