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NIEDERSÄCHSISCHER MITTELSTAND PROFITIERT VON INTERNATIONALISIERUNG
Kompetente Begleitung beim Schritt ins Ausland erforderlich
Der niedersächsische Mittelstand agiert zunehmend international und das mit Erfolg. Zu diesem Ergebnis kommt der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) bei der Auswertung einer aktuellen Umfrage der IHK-Organisation. Für die Erhebung mit dem Titel „Going International“ werden jährlich mehrere tausend Unternehmen – darunter auch zahlreiche aus Niedersachsen – zur Entwicklung ihres Auslandsgeschäftes befragt.
Laut der Umfrage ist bei über 60 Prozent der niedersächsischen Unternehmen der Auslandsumsatz in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen erzielen inzwischen bis zu 60 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland. Hauptaktivität der Unternehmen bleibt der Export. Hauptzielmärkte für niedersächsische Unternehmen liegen in Europa, Russland und den GUS-Staaten, gefolgt von Asien und Nordamerika.
Die positive Entwicklung im Auslandsgeschäft der vergangenen fünf Jahre zeigt sich in steigenden Beschäftigtenzahlen. So gab rund ein Drittel der Unternehmen aus Niedersachsen an, sie habe neue Mitarbeiter eingestellt. Bei 15 Prozent der Befragten ist der Personalbestand im gleichen Zeitraum gesunken.
„Die Studie macht eindrucksvoll deutlich, dass unsere auslandsaktiven Mittelständler ein wesentlicher Treiber des Beschäftigungsaufbaus der vergangenen Jahre gewesen sind“, so Dr. Joachim Peters, NIHK-Sprecher für den Bereich International. Daher gelte es ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, wo Unternehmen Unterstützung wünschen, so Peters weiter.
In einer allgemein schwierigen Absatzlage, die 85 Prozent der Befragten angaben, ist für acht von zehn die Auswahl eines geeigneten Geschäftspartners im Ausland die entscheidende Hürde für Erfolg im Auslandsgeschäft. Als weitere Hindernisse werden rechtliche Bedingungen, Verträge, Zoll und Rechtssicherheit gefolgt von Finanzierungsproblemen der Geschäftspartner angesehen.
Die Wünsche nach Unterstützung sind ein Spiegel der Hindernisse, die niedersächsische Unternehmen im internationalen Geschäft überwinden müssen. Ganz oben auf der Liste steht der Bedarf an zielgerichteten Außenwirtschaftsinformationen. Auch das Thema Exportfinanzierung bewegt die Unternehmen weiterhin. So fordern über 70 Prozent eine bessere Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Aktivitäten von Banken, Exportversicherungen und staatlichen Institutionen in diesem Sektor. Positiv bewertet werden von den Unternehmen Auslandsmesseförderprogramme als Mittel zur Bearbeitung ausländischer Märkte.
Peters: “Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist eine kompetente Begleitung beim Schritt ins Ausland erforderlich – von der Marktanalyse über die Geschäftspartnervermittlung bis hin zur Finanzierung. Dass zwei Drittel der Unternehmer beim Schritt über die Grenze die Beratung ihrer Industrie- und Handelskammer und der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) schätzen, beweist die erfolgreiche Arbeit dieses Netzwerks.“ Mit der Bündelung der Außenwirtschaftsförderung und des Ansiedlungsgeschäfts in der Niedersachsen Global GmbH sei man zudem als NIHK gemeinsam mit dem Land auf dem richtigen Wege, die Internationalisierung der niedersächsischen Wirtschaft nachhaltig und aus einer Hand voranzutreiben.
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Hannover, den 16. November 2009

