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PRESSE
Nein zu Ausdehnung der Wattenmeerzone
Die als besonders empfindliches Meeresgebiet eingestufte Wattenmeerzone (Particularly Sensitive Sea Area, PSSA) soll um zwölf Seemeilen erweitert werden. Dies sieht der Entwurf einer Ministererklärung vor, der im März anlässlich der Wattenmeerkonferenz der Anrainerstaaten Deutschland, Niederlande und Dänemark verabschiedet werden soll. Käme der aus den Niederlanden stammende Vorschlag durch, wären davon auch die niedersächsischen Seehäfen und deren Zufahrten betroffen. Ihre Schiffsverkehre würden mit enormen Kostensteigerungen durch weitere Wege, langsamere Fahrt und mehr Lotsendienste belastet. Der Hafen Rotterdam auf niederländischer Seite hingegen sei nicht betroffen. Er läge auch nach der Ausdehnung außerhalb der PSSA-Zone.
„Eine solche Entscheidung würde einen einseitigen Wettbewerbsnachteil für die deutschen Nordseehäfen nach sich ziehen“, so Dr. Michael Ahrens, Sprecher des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK) für den Bereich Verkehr, Schifffahrt und Häfen. Der NIHK fordert daher, die Erweiterung des PSSA-Wattenmeers ersatzlos aus der Ministererklärung zu streichen. Zahlreiche Maßnahmen gewährleisteten in diesem Gebiet bereits einen optimalen Umweltschutz. Eine Ausdehnung hingegen bedeute kein mehr an Schutz, sondern belaste die Hafen- und Schifffahrtsbranche mit unnötigen Kosten und schade so dem Wirtschaftsstandort Deutschland, so Ahrens.
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Hannover, den 9. Februar 2010

