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PRESSE

Keine Ausdehnung der Wattenmeerzone

Entwarnung für die deutschen Nordseehäfen: Die als besonders empfindliches Meeresgebiet eingestufte Wattenmeerzone (Particularly Sensitive Sea Area, PSSA) wird nicht erweitert. Der Vorschlag der Niederländer, dieses Gebiet um zwölf Seemeilen zu erweitern, fand im Entwurf einer Ministererklärung für die Wattenmeerkonferenz der Anrainerstaaten Deutschland, Niederlande und Dänemark am 18. März keine Zustimmung.

Insbesondere die deutsche Seite hatte eine Erweiterung abgelehnt. Sie befürchteten einen einseitigen Wettbewerbsnachteil für die deutschen Nordseehäfen. Bereits Anfang Februar hatte sich der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) dafür ausgesprochen, die Erweiterung des PSSA-Wattenmeers ersatzlos aus der Ministererklärung zu streichen.

„Wir sind froh, dass die Politik den Ruf der Hafenwirtschaft gehört und eingelenkt hat“, so Dr. Michael Ahrens, NIHK-Sprecher für den Bereich Schifffahrt und Häfen. Eine Erweiterung hätte insbesondere für die Schiffsverkehre der niedersächsischen Seehäfen eine enorme Kostensteigerung mit sich gebracht, hervorgerufen durch weitere Wege, langsamere Fahrt und Ausdehnung der  Lotspflicht. Zudem sorgten bereits zahlreiche andere Maßnahmen dafür, dass der Umweltschutz in diesem Bereich gewährleistet sei, so Ahrens weiter.
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Hannover, den 15. März 2010

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