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PRESSE
Maritime Landesinitiative in Niedersachsen kommt
Eine Niedersächsische Landesinitiative Maritime Wirtschaft kommt. Dies kündigte Staatssekretär Dr. Oliver Liersch beim NIHK-Forum „Maritime Wirtschaft“ in Cuxhaven vor rund 120 Branchenvertretern an. Bis November solle gemeinsam mit den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein die Möglichkeit eines gemeinsamen Clustermanagements ausgelotet werden. Liersch wies zugleich darauf hin, dass man Bremen und Mecklenburg-Vorpommern nicht ausschließen werde. Was die Inhalte der Initiative angehe, lud er alle Anwesenden ein, sich einzubringen. Ein deutliches Zeichen für den niedersächsischen Küstenraum könne auch die 7. Nationale Maritime Konferenz setzen, die im kommenden Jahr in Wilhelmshaven stattfinden solle.
Für ein gemeinsames Clustermanagement sprachen auch die Untersuchungsergebnisse von Dr. Arno Brandt (Nord/LB). Gemeinsam mit seinem Team untersuchte er im Auftrag des Landes Niedersachsen den Aufbau maritimer Cluster. Demnach gehe mit zunehmender Vernetzung auch ein steigendes Innovationsengagement einher. Für ein Clustermanagement nannte er drei wesentliche Eckpunkte: die gesamtheitliche Betrachtung der maritimen Wirtschaft, die Bildung eines norddeutschen Verbandsclusters sowie dezentrale Vertretungen in einzelnen Kernräumen.
Gerade in wirtschaftlich ungewissen Zeiten sei die Tatkraft aller maritimen Akteure gefordert, um den Kurs zu halten, machte der NIHK-Vorsitzende Eberhard Manzke unmittelbar zu Beginn deutlich. Ohne die Leistungsfähigkeit der deutschen Seehäfen, die zu einem großen Teil in Niedersachsen beheimatet seien, und die Leistungsfähigkeit nachgelagerter maritimer Branchen, sei eine führende Position Deutschlands im Welthandel unmöglich, betonte er. Ein regelmäßiger Dialog sei notwendig, um gemeinsam Handlungsansätze zu diskutieren und Denkanstöße zu geben und letztlich dazu beizutragen, dass die Küste gestärkt aus der Krise hervorgehe. Das NIHK-Forum biete eine solche Plattform
Enak Ferlemann, Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, bekannte sich ebenfalls zur maritimen Wirtschaft als „Wachstumstreiber der Zukunft“ über die Grenzen einzelner Bundesländer hinweg. Er wies auf die hohe Bedeutung der Seehafenhinterlandanbindung hin. Bei den Straßen nannte er unter anderem die A 39, die Küstenautobahn und die A 33. Bei der Schiene sprach sich Ferlemann für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven, die Y-Trasse zwischen Hannover, Hamburg und Bremen und die Amerika-Linie Bremen-Uelzen-Stendal aus. Im Bereich der Wasserstraßen betonte der Staatssekretär die notwendige Vertiefung der Außen- und Unterweser und Investitionen in den dreilagigen Containerverkehr für die Binnenschifffahrt auf der Elbe.
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Hannover, den 8. Juni 2010

