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PRESSE

Neue Schulstruktur alternativlos

Der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) begrüßt die Pläne der Landesregierung zur Schulstruktur. "Durch die Entwicklung der Schülerzahlen ist eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen zu starken Oberschulen alternativlos", sagte NIHK-Geschäftsführer Michael Zeinert im Anschluss an ein Gespräch mit Kultusstaatssekretär Dr. Stefan Porwol. Positiv bewertet der NIHK auch, dass gut funktionierende Schulen weiterhin existieren können. Den Schulträgern würde aber mit der Änderung des Schulgesetzes eine erfolgversprechende Schulform angeboten. Dieses gelte auch deshalb, da die neue Oberschule als teilgebundene Ganztagsschule konzipiert sei und mit Sozialpädagogen ausgestattet werden soll.

"Entscheidend ist nicht der Name der neuen Schulform, sondern die Qualität, die wesentlich von der finanziellen und personellen Ausstattung abhängt", so Zeinert. Der NIHK erwartet von den Parteien im Niedersächsischen Landtag eine Kompromissbereitschaft bei den wenigen strittigen Punkten, vor allem bei der Mindestzügigkeit der Oberschule und der Integrierten Gesamtschule . "Wir brauchen einen Konsens, der Schulträgern Planungssicherheit auch über die laufende Legislaturperiode hinaus bietet. Niedersachsen hat viele gute Schulen und gute Lehrer. Deshalb dürfen nicht alle paar Jahre gravierende Strukturveränderungen den Schulalltag bestimmen", sagte Zeinert.

Lobend äußert sich der NIHK zur geplanten Berufsorientierung in der Oberschule, die den jüngst geänderten Grundsatzerlassen für Haupt- und Realschulen entsprechen soll. "Berufsorientierung ist heute mehr denn je gefordert, um Jugendlichen die vielen Chancen aufzuzeigen. Das wünschen wir uns auch für die Gymnasien", so Zeinert. Der NIHK setzt sich zudem für eine verbesserte Lehrerausbildung ein. "Wir brauchen die Besten, um unsere Schülerinnen und Schüler zu unterrichten. Kultus- und Wissenschaftsministerium sollten die Reform der Schulstruktur auch nutzen, um die Lehrerausbildung weiter zu modernisieren. Hierbei wünschen wir uns vor allem eine bessere Vermittlung von Wirtschaftskompetenz."
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Hannover, den 9. November 2010

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