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NIHK FORDERT BESSERE RAHMENBEDINGUNGEN

Niedersächsische Unternehmen bauen Auslandsgeschäft aus

Die niedersächsischen Unternehmen haben ihr Auslandsgeschäft in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Dies spiegele sich unter anderem in der Exportquote - der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz - wider, so der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK). Laut Zahlen des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) und eigenen Berechnungen sei die Exportquote allein in den IHK-Bezirken Emden, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Stade zwischen den Jahren 2006 und 2011 insgesamt um ein Zehntel auf ca. 47 Prozent (Stand September 2011) gestiegen. Bezogen auf das Krisenjahr 2009 fällt der Anstieg sogar doppelt so hoch aus.

Neben einem traditionell starken Europageschäft ist laut dem NIHK weiterhin ein starker Drang der Betriebe zu verzeichnen, ihre Geschäfte mit Russland, Indien und China zu intensivieren. Auch Brasilien kommt zunehmend in das Blickfeld des niedersächsischen Mittelstands. Besonders dynamisch hat sich in den vergangenen Jahren die türkische Wirtschaft entwickelt. Auch dort wollen immer mehr Unternehmen ihre Chance ergreifen.

Damit der niedersächsische Mittelstand seine Position im Auslandsgeschäft weiter festigen kann, sieht der NIHK weiterhin Handlungsbedarf bei den politischen Rahmenbedingungen. „Häufig wechselnde Einfuhrvorschriften oder Zertifizierungsvorschriften erschweren der Exportwirtschaft gerade in wichtigen Absatzmärkten wie Russland und China, aber auch den USA den Vertrieb ihrer Produkte", sagt Dr. Joachim Peters, NIHK-Sprecher International. „Hier ist die Politik von Land, Bund und EU gefordert, solche Hemmnisse bei den Regierungen der Handelspartner anzusprechen und auf Erleichterungen hinzuwirken." Kontraproduktiv seien aber auch Pläne der EU-Kommission selbst, Regelungen für die Ausstellung von Ursprungzeugnissen zu verschärfen, so Peters weiter. Damit würde der bürokratische Aufwand für die Unternehmen erheblich zunehmen. Allein die IHKs in Osnabrück, Emden, Oldenburg, Stade und Lüneburg haben im vergangenen Jahr zusammen rund 62.000 Ursprungszeugnisse ausgestellt, die in zahlreichen Drittländern wie im arabischen und asiatischen Raum oder Osteuropa den Zollbehörden bei der Einfuhr vorgelegt werden müssen.

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